Potenziale erkennen.
Fähigkeiten stärken.
Selbstständigkeit fördern.

Neurologische Physiotherapie –
individuell auf Sie abgestimmt.

Was ist Evaluated Neurological Therapy?

EvaNeuroThera ist eine spezialisierte Therapie für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Ziel ist es, verlorene Fähigkeiten wieder aufzubauen, Bewegungen zu verbessern und den Alltag wieder möglichst selbstständig zu bewältigen.

EvaNeuroThera richtet sich an Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des Nervensystems.
Dazu zählen unter anderem:

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Hirnblutung
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Parkinson
  • Querschnittlähmung

Auch weitere nicht explizit aufgeführte neurologische Krankheitsbilder können behandelt werden.

Dabei spielt es keine Rolle, wie lange die Diagnose oder das Trauma zurückliegt: Wir begleiten sowohl Menschen in der akuten Phase als auch Langzeitbetroffene. Ebenso ist der Schweregrad der Einschränkung kein Ausschlusskriterium. Die Therapie wird individuell an Ihre persönliche Situation, Ihre Ziele und Ihren Alltag angepasst.

Auf Grundlage der Neuroplastizität und des motorischen Lernens behandeln wir gezielt auch komplexe und lang bestehende Einschränkungen. Gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse setzen wir uns entschlossen für die Wiederherstellung der motorischen Kontrolle ein.

Einblicke in meine Arbeit

Klient beim Steh- und Gangtraining in der Praxis

Unser Therapiekonzept basiert auf dem Forced-Use-Prinzip nach Utley/Woll.

Ziel ist es, die betroffene Körperseite gezielt und konsequent in funktionelle Abläufe einzubinden, um die Wiedererlangung der motorischen Kontrolle nachhaltig zu fördern.

Ergänzend integrieren wir Elemente aus dem Bobath-Konzept, der manuellen Therapie – insbesondere bei Spastik und erhöhtem Muskeltonus – sowie der evidenzbasierten Trainingstherapie.
Unser therapeutisches Handeln orientiert sich dabei stets an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Klientin beim Gehtraining mit Rollator im Flur

aufgaben- und kontextspezifisches Training

Einen zentralen Stellenwert nimmt das aufgaben- und kontextspezifische Training ein. Dabei werden gezielt alltagsrelevante Bewegungen unter realitätsnahen Bedingungen geübt, um eine bestmögliche Übertragbarkeit in den Alltag zu gewährleisten.

Je nach individueller Zielsetzung ergänzen wir die Therapie durch weitere Verfahren wie funktionelle Elektrostimulation, Spiegeltherapie und mentales Training. Diese kommen häufig in Kombination zum Einsatz – sowohl innerhalb der Therapie als auch im Rahmen angeleiteter Eigenübungen.

Therapeutin unterstützt Klientin beim Aufstehen im Wohnraum

Intensivtherapie

Unser Konzept wird überwiegend in Form von Intensivblöcken angeboten.
Durch die gezielte Bündelung der Therapieeinheiten entsteht ein wirksamer Trainingsreiz, der die Prinzipien der Neuroplastizität optimal nutzt.

Die hohe Intensität und Wiederholungszahl fördern das motorische Lernen und unterstützen die Neubildung sowie Stärkung neuronaler Verknüpfungen im Gehirn.

Auf diese Weise schaffen wir ideale Voraussetzungen für nachhaltige Fortschritte und eine verbesserte funktionelle Kontrolle im Alltag.

Therapeutin uebt mit einer Klientin eine Alltagsbewegung in der Kueche - Hausbesuch

Hausbesuche

Auf Wunsch kommen wir zu Ihnen: Für neurologisch erkrankte Menschen bieten wir Hausbesuche im Umkreis unserer Praxis (Umfeld München) an. So findet die Therapie genau dort statt, wo die Herausforderungen des Alltags entstehen – im vertrauten häuslichen Umfeld.

Auch unsere Intensivtherapie lässt sich vollständig als Hausbesuch durchführen. Gerne erstellen wir Ihnen hierfür ein individuelles Angebot – sprechen Sie uns einfach an.

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Die Praxis

Empfangsbereich und Flur der Praxis
Behandlungsraum mit Fenster
Therapieraum mit Behandlungsliege
Praxisraum mit Balance-Boards und Therapiegeräten am Fenster

Ablauf unserer Intensivtherapie

Unsere Intensivtherapie findet über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen statt und umfasst bis zu vier Stunden individuelles 1:1-Training pro Tag.

Gemeinsam mit Ihnen definieren wir zu Beginn ein realistisches und alltagsnahes Ziel, das den Fokus der gesamten Therapie bildet und als roter Faden durch alle Einheiten führt.
Therapeutisch greifen wir dabei gezielt auf die zuvor beschriebenen Prinzipien, als Basis Forced Use nach Utley/Woll und Methoden zurück – insbesondere auf das aufgaben- und kontextspezifische Training sowie ergänzende Verfahren wie CIMT, funktionelle Elektrostimulation, Spiegeltherapie und mentales Training.

Die Inhalte und Maßnahmen werden individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt und im Verlauf kontinuierlich angepasst, um den Therapieerfolg bestmöglich zu unterstützen.

So arbeiten wir

Zu Beginn führen wir eine ausführliche neurologische Befundung durch.
Darauf aufbauend erstellen wir einen individuellen Trainingsplan, der gezielt auf Ihr persönliches Alltagsziel ausgerichtet ist.

Die Therapie kann sowohl in unseren Praxisräumlichkeiten als auch im häuslichen Umfeld/Hausbesuch stattfinden.

Während der gesamten Intensivphase arbeiten wir aktiv, ziel- und alltagsorientiert, um möglichst nachhaltige Fortschritte zu erreichen.

Das erwartet Sie in der Therapie:

  1. Retests und Besprechen der Übungen für zuhause
    • Kurzer Check: Was hat seit dem letzten Mal gut geklappt?
    • Wir schauen uns Ihre Übungen für zu Hause an
  2. Mobilisation der eingeschränkten Gelenke und Detonisierung der hypertonen Muskulatur
    • Wir erweitern Ihre Beweglichkeit, dass Sie Ihr alltägliches Ziel umsetzen können
  3. Funktionelles Krafttraining
    • Gezielte Übungen, um Muskeln zu stärken und Stabilität zu verbessern
    • Hierbei werden alle 5 Körpersegmente (Kopf, oberer Rumpf, obere Extremität, unterer Rumpf und untere Extremität miteinbezogen)
  4. Repetitives Training
    • Bewegungen oder einzelne Bewegungskomponenten werden mehrfach, in verschiedenen Varianten geübt, damit es zu einer Verbesserung der Bewegung kommt
  5. Aufgaben- und Kontextspezifisches Training
    • Übungen orientieren sich ganz eng an dem alltäglichen Ziel
    • Das alltägliche Ziel findet sich in den Trainings-Aufgaben wieder
    • Die Übungen oder Aufgaben werden im Originalkontext umgesetzt (z. B. Ziel „Einkaufen“: wir gehen in Ihren Supermarkt einkaufen, um den Originalkontext für Ihr Ziel zu haben)
  6. Zielumsetzung
    • Täglich werden Teilziele umgesetzt

Ihr Ziel im Alltag

Unser Ziel ist es, dass Sie nach den zwei bis vier Wochen in der Lage sind, im besten Fall Ihr erarbeitetes Ziel in Ihrem Alltag umsetzen zu können – gegebenenfalls mit Unterstützung durch Hilfsmittel oder Hilfspersonen.
Bei langfristigeren Zielen sollten Sie in der Lage sein zu Hause an Ihrem Ziel alleine weiterzuarbeiten. Dies beinhaltet individuelle, alltagsorientierte Hausaufgaben, die Sie täglich durchführen.

Weiterführende Therapie

Auch nach der Intensivtherapie begleiten wir Sie weiter:
Wir bieten regelmäßige neurologische Behandlungen an – entweder ambulant in unserer Praxis oder bei Ihnen zu Hause (Umfeld München).
Wenn Sie eine zu lange Anfahrt haben, betreuen wir Sie auch gerne über Videotherapie. So ist es Ihnen möglich Ihren neuen Therapiestand zu erhalten und sogar noch weiter zu verbessern.s

Klient beim Forced-Use-Training mit Therapeutin

Beispielaufbau einer Intensivtherapie
bei einem halbseitig gelähmten Klient/in

Therapieangebot

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Forced Use nach Utley/Woll Therapie

Die Forced Use Therapie nach Utley/Woll ist aus dem Bobath-Konzept entstanden. Das Bobath-Konzept wurde von Jan Utley und Susan Woll über viele Jahre hinweg weiterentwickelt und mit dem Forced-Use-Prinzip, bekannt von der CIMT-Therapie (Constraint-Induced-Movement-Therapie), kombiniert.

Diese Therapieform richtet sich an alle Klienten, egal wie schwer die neurologischen Ausfälle sind. Das Alter spielt auch keine Rolle. Die Therapie basiert auf der Neuroplastizität, welche unabhängig von Alter und Schwere der Hirnschädigung funktioniert.

Im Praxisalltag kann sie ganz normal über KG-ZNS nach Bobath abgerechnet werden.

Der ganze Körper mit den fünf Körpersegmenten (Kopf, Arme, Beine, Becken und Rumpf) ist in jeder Therapieeinheit aktiv. Das Ziel ist es, verloren gegangene Funktionen teilweise oder im besten Falle wieder ganz herzustellen. Dafür wird der Klient in der Therapie forciert, beispielsweise mit seinem mehr betroffenen Arm oder Bein zu arbeiten. Ein individuell angepasstes Stand- oder Gangtraining mit Hilfe des Therapeuten ist ein fester Bestandteil der Therapie.

Auch werden Strategien für den Alltag ausgearbeitet, in denen das Forced-Use-Konzept angewendet wird. In jeder Therapieeinheit wird der ganze Körper miteinbezogen.

Aufgaben- und kontextspezifisches Training, Kraftaufbau, Verbesserung des Gleichgewichts, Ausdauer sowie inter- und intramuskuläres Koordinationstraining finden sich in jedem Therapieabschnitt wieder.

Intensivtherapie - Trainingsszene

Beispielaufbau einer Intensivtherapie bei einem halbseitig gelähmten Klient/in am Beispiel „Einkaufen gehen“

Therapieangebot

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Intensivtherapie

Die Intensivtherapie auf Basis des Forced-Use-Konzepts nach Utley/Woll nutzt die Fähigkeit des Gehirns, sich durch gezieltes Training neu zu organisieren. Durch intensive, alltagsnahe und individuell abgestimmte Therapieeinheiten werden betroffene Bewegungen aktiv gefördert und wieder in den Alltag integriert. Ziel ist es, motorische Fähigkeiten zu verbessern, Selbstständigkeit zu stärken und vorhandene Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Die Intensivtherapie wird in einem Block von zwei bis vier Wochen mit einem täglichen Training von 2-4 Stunden durchgeführt. Sie kann in der Praxis und als Hausbesuch stattfinden. Es werden alle therapeutischen Ressourcen individuell angewandt.

Die Basis bildet die Forced Use Therapie nach Utley/Woll. Es werden weitere wissenschaftlich basierte Therapiekonzepte wie aufgaben- und kontextspezifisches Training integriert. Bei Bedarf wird eine funktionelle Elektrostimulation (FES), mentales Training oder Spiegeltherapie ergänzt. Auch ein CIMT-Training (Constraint-Induced-Movement-Therapie) kann integriert werden. Intensives Training mit einer hohen Wiederholungszahl unterstützt die Neuroplastizität des Gehirns und trägt zu motorischen Fortschritten bei.

Es handelt sich hier um einen hohen Therapieumfang, welcher von manchen privaten Krankenkassen ganz oder teilweise übernommen wird. Die gesetzlichen Kassen übernehmen diese Art der Therapie leider nicht. Auf Anfrage erhalten Sie ein individuelles Angebot und weitere Informationen.

Erster Tag

  • 1. Befunderhebung
    Mit Hilfe einer ausführlichen Befunderhebung (u.a. MAL, Gangtests, modifizierter WOLF-Test) wird der Ist-Zustand des Klienten/der Klientin ermittelt und gemeinsam ein realistisches, alltägliches Ziel herausgearbeitet. Jeder weitere Therapieabschnitt zielt darauf ab, die Funktion zu beüben.
  • 2. Mobilisation
    Die Mobilisation der versteiften Gelenke ist die Grundlage dafür, dass Bewegungen in vollem Bewegungsausmaß angebahnt und umgesetzt werden können (siehe Manuelle Therapie bei Spastik und Hypertonus).
  • 3. Kräftigung
    Die Kräftigung der schwächeren Seite wird so gestaltet, dass der mehr betroffene Arm und das mehr betroffene Bein in jeder Übung aktiv trainiert werden. Dies erfolgt mit speziellen Übungen wie Liegestütz, die im Stand oder mindestens in einer hohen Ausgangsstellung durchgeführt werden. Die Hände stützen auf eine Bank oder einen Tisch, während die Beine in den verschiedenen Schrittphasen beübt werden.
  • 4. Repetitives Training
    Das repetitive Training (Massed Practice) basiert auf dem motorischen Lernen. In diesem Therapieblock wird die zu beübende Bewegung in verschiedenen Varianten wiederholt. Zur Vorbereitung auf das Greifen nach Gegenständen im Alltag, beispielsweise beim Einkaufen, werden zunächst beidhändige Übungen mit einem Wäschekorb im Stand durchgeführt. Im weiteren Verlauf folgen einhändige Übungen, wie das Hochschieben einer Flasche auf einem schrägen Bügelbrett. Durch Variationen der Armbewegung und die Einbindung von Schrittkombinationen wird die Übung schrittweise an alltagsrelevante Anforderungen angepasst.
  • 5. Aufgaben- und Kontextspezifisches Training
    Das kontext- und aufgabenspezifische Training bedeutet, dass Übungen mit dem Zielgegenstand in der realen Umgebung trainiert werden. Beispiel: Ist das Ziel, selbstständig mit einem Einkaufswagen einkaufen zu gehen, wird der Einkaufswagen bereits in der Praxis oder – wenn möglich – im häuslichen Umfeld in die Therapie integriert (teil-aufgabenspezifisches Training). Anschließend kann das Training in die reale Umgebung verlagert werden, beispielsweise durch Gangübungen auf dem Parkplatz des Supermarkts (teil-kontextspezifisches Training). Auf diese Weise werden die Bewegungen schrittweise unter alltagsnahen Bedingungen geübt und die Übertragung in den Alltag erleichtert.
  • 6. Zielumsetzung
    Die Ziel- oder Teilzielumsetzung ist die letzte Therapieeinheit des Tages. In manchen Fällen ist die Anwendung eines Hilfsmittels und gewisser Hilfestellungen erforderlich. Dies wird gemeinsam mit dem Therapeuten ausgewählt – so, dass es im weiteren Behandlungsverlauf wieder abgebaut werden kann. Zur Sicherheit kann ein Therapeut oder eine Hilfsperson das Gehen mit dem Einkaufswagen begleiten. Die hyperton betroffene Hand wird dabei gezielt am Griff des Einkaufswagens positioniert und aktiv in die Ausführung der Aufgabe einbezogen. Dadurch wird ihr funktioneller Einsatz im Alltag gefördert.
  • Hausaufgaben
    Der Klient bekommt täglich eine Hausaufgabe, welche bis zur nächsten Therapieeinheit umgesetzt werden soll. Die Hausaufgabe orientiert sich am Ziel des Klienten und muss von ihm alleine umsetzbar sein.

Folgende Therapietage

Der Grundaufbau wird beibehalten. Unter Berücksichtigung der Trainingslehre und der Verfassung des Klienten werden die Parameter Intensität und Kräftigung individuell an den Therapiefortschritt angepasst. Verschiedene Arten eines Gangtrainings werden in jede Therapieeinheit integriert. Gegebenenfalls werden Re-Tests durchgeführt. Im Laufe der Therapieperiode sollen gegebenenfalls Angehörige, Pflege, Freunde oder weitere Therapeuten angelernt werden, wie das Ziel oder wichtige alltägliche Aktivitäten künftig in den Alltag integriert werden können.

Letzter Tag

Zuletzt finden die Re-Tests und die Ziel- oder Teilzielumsetzung statt. Eine gemeinsame Besprechung, gerne auch mit Angehörigen, Pflegenden oder Freunden, bildet den Abschluss. Ein Heimprogramm kann nach Wunsch angepasst, geübt und mitgegeben werden. Eine nachhaltige Kontrolle und Sicherung des Therapieerfolgs wird durch eine telefonische Nachbehandlung gewährleistet. Es werden wöchentliche Telefonate und eine damit verbundene Videotherapieeinheit angeboten. Dies stellt sicher, dass im Nachhinein auch daheim ein motorischer Erfolg gesichert ist.

Manuelle Therapie

Mehr zur Behandlungstechnik
der manuellen Therapie

Therapieangebot

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Manuelle Therapie bei Spastik und Hypertonus

Eine freie Beweglichkeit in unseren Gelenken ist die Grundvoraussetzung dafür, dass wir alltägliche Bewegungen ausführen können. Dies gilt auch für neurologisch erkrankte Menschen. Die Mobilisation der Gelenke ist somit der erste Behandlungsschritt. Bei einem Hypertonus im Unterarm, Handgelenk und in den Fingern werden vor der aktiven Therapie die Gelenke vorbereitet, sodass ein Stützen auf die flache, geöffnete Hand möglich ist.

Der Fuß wird ebenfalls so mobilisiert, dass alle wichtigen Partien Kontakt zum Boden haben, um eine optimale Voraussetzung für eine sichere Standbeinphase zu schaffen. Die Mobilisation wird je nach Einschränkung sehr ausführlich oder weniger ausführlich durchgeführt.

Es handelt sich dabei um eine aktive Behandlungstechnik, die im freien Sitz oder Hochsitz durchgeführt wird. Im Anschluss findet eine Sequenz des Kräftigens statt, um das gewonnene Bewegungsausmaß zu sichern.

Für alle neurologisch erkrankten Klienten mit strukturellen Steifheiten der Gelenke oder des Gewebes.

Gruppentraining obere Extremität

Basis des Semisupervised Training
für OExt in der Gruppe

Therapieangebot

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Semisupervised Training für die OExt in der Gruppe

Es handelt sich dabei um eine individualisierte Gruppentherapie für Klienten, die Defizite in der oberen Extremität aufweisen. Drei bis fünf Klienten bekommen einen individuellen Trainingsplan, den sie in 60 Minuten abarbeiten können. Die Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung steht hier im Vordergrund. Ein Therapeut ist vor Ort, der beim Einstellen oder Aufbauen der Übungen behilflich ist. Das Training soll von den Klienten jedoch alleine durchgeführt werden. Die Verantwortung liegt beim Klienten selbst. Die Trainingsdauer liegt bei 60 Minuten und die Klienten zählen ihre Wiederholungen, um einen messbaren Parameter zu haben. Beispiele für Übungen sind:

  • Greifen und gezieltes Loslassen von Gegenständen
  • Reich- und Zielbewegungen in verschiedenen Positionen
  • Beidseitige Arm- und Handaktivitäten
  • Gewichtsübernahme (Weight Bearing) über Arm und Hand
  • Kräftigung und Ausdauertraining der oberen Extremität
  • Förderung der Handgeschicklichkeit und Feinmotorik
  • Alltagsnahe Aufgaben wie Tragen, Sortieren oder Umsetzen von Gegenständen

Die Übungen werden individuell angepasst. Wir orientieren uns hier an den wissenschaftlichen Leitlinien. Die Basis bildet wieder das Forced Use nach Utley/Woll-Konzept, teilweise etwas modifiziert, da die Eigenständigkeit an erster Stelle steht. Hier werden auch Therapiekonzepte wie CIMT, Spiegeltherapie und mentales Training miteinbezogen.

Für alle neurologisch erkrankten Klienten, die unter Kraftdefiziten in der oberen Extremität durch Schwäche (Hypotonie), erhöhten Tonus (Hypertonie) oder Ataxie leiden.

Gangtraining untere Extremität

Verantwortung des Klienten beim Semisupervised Training
für UExt in der Gruppe

Therapieangebot

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Semisupervised Training für UExt (Gang und Gleichggewicht) in der Gruppe

Es handelt sich dabei um eine individualisierte Gruppentherapie für Klienten, die Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheit oder allgemein Defizite in der unteren Extremität aufweisen. Drei bis fünf Klienten bekommen einen individuellen Trainingsplan, den sie in 60 Minuten abarbeiten können. Die Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortung steht hier im Vordergrund. Ein Therapeut ist vor Ort, der beim Einstellen oder Aufbauen der Übungen behilflich ist. Das Training soll von den Klienten jedoch alleine durchgeführt werden. Beispiele für Übungen sind:

  • Wiederholtes Aufstehen und Hinsetzen
  • Gewichtsverlagerungen im Stand
  • Schritt- und Gangübungen
  • Training auf unterschiedlichen Untergründen
  • Treppensteigen
  • Kräftigungs- und Gleichgewichtsübungen

Die Verantwortung liegt beim Klienten selbst. Die Trainingsdauer liegt bei 60 Minuten und die Klienten zählen ihre Wiederholungen, um einen messbaren Parameter zu haben. Die Übungen werden individuell angepasst. Wir orientieren uns hier an den wissenschaftlichen Leitlinien. Die Basis bildet wieder das Forced Use nach Utley/Woll-Konzept, teilweise etwas modifiziert, da die Eigenständigkeit an erster Stelle steht.

Für alle Klienten, die an einer Schwäche der Beinmuskulatur oder an Gleichgewichtsstörungen leiden.

CIMT-Training

Zielsetzung der CIMT
(Constraint-Induced Movement Therapy)

Therapieangebot

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CIMT (Constraint Induced Movement Therapy)

CIMT (Constraint-Induced Movement Therapy) ist eine spezielle Therapieform, die vor allem nach neurologischen Erkrankungen mit einer Hemiparese eingesetzt wird. Dabei wird die gesunde Hand oder der gesunde Arm zeitweise eingeschränkt, sodass die betroffene Seite gezielt im Alltag genutzt wird. Die Einschränkung erfolgt über Wegbinden, das Tragen einer Schlinge oder eines Handschuhs. Zeitlich betrachtet wird der Großteil des Tages die Hand bzw. der Arm eingeschränkt.

Ihre mehr betroffene Seite bekommt ihrem Fähigkeitsgrad entsprechend Übungen, welche stetig angepasst werden. Ist Ihr Ziel „Trinken“, so starten wir mit Greifübungen mit diversen Gegenständen wie Becher, Rohre oder Kegel. Im fortschreitenden Prozess wird auf ein Glas umgestiegen und dieses zunächst mit Reis und später mit Wasser befüllt.

Durch diese intensive Nutzung lernt das Gehirn, die geschwächte Seite wieder besser anzusteuern – verloren geglaubte Fähigkeiten können so Schritt für Schritt zurückgewonnen werden. Hausaufgaben und ein Fragebogen (MAL) zu alltäglichen Aktivitäten ergänzen die Behandlung nachhaltig. Ziel der CIMT ist es, die Selbstständigkeit im Alltag spürbar zu verbessern und Bewegungen wieder sicherer und natürlicher zu machen.

Für alle Klienten, die eine leichte Restfunktion in der oberen Extremität der mehr betroffenen Seite haben.

Funktionelle Elektrostimulation

Behandlungstechnik bei der
FES (Funktionelle Elektrostimulation)

Therapieangebot

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FES (Funktionelle Elektrostimulation)

FES (Funktionelle Elektrostimulation) ist eine Therapie, bei der schwache elektrische Impulse eingesetzt werden, um Muskeln gezielt zu aktivieren. Kleine Elektroden auf der Haut senden Signale an die Nerven, sodass Bewegungen unterstützt oder wieder möglich werden. Sie ist auch bei vollständigen Lähmungen einsetzbar, um z. B. den Fußheber, den Kniestrecker oder das Handgelenk zu aktivieren. Es findet eine sichtbare Bewegung statt – das ist sehr motivierend.

Die Anwendung fühlt sich meist wie ein leichtes Kribbeln an und ist gut verträglich. Die Methode ist wissenschaftlich gut untersucht und wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Rehabilitation eingesetzt. Sie eignet sich für neurologische Erkrankungen mit Lähmungen.

Ein FES-fähiges Elektrogerät kann vom Arzt verordnet werden, sodass die Kosten in der Regel von den Krankenkassen übernommen werden. Dadurch ist ein sinnvolles, hoch repetitives tägliches Training auch zuhause möglich, um die Ansteuerung der gewünschten Muskulatur nachhaltig zu verbessern. Wir üben bei uns in der Praxis die Anlage und Anwendung des Geräts und Sie wenden es daheim an.

Diese Behandlungsmethode ist auch für Klienten geeignet, die kaum oder gar keine aktiven Bewegungen zeigen.

Videotherapie

Alle Informationen zur
Videotherapie

Therapieangebot

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Videotherapie

Videotherapie ermöglicht die physiotherapeutische Betreuung bequem von zuhause aus – persönlich, flexibel und ortsunabhängig. Sie werden über eine sichere Videoverbindung von Ihrem Therapeuten/Ihrer Therapeutin bei den Übungen begleitet, die Ausführung wird überprüft und das Training individuell angepasst.

Vor dem Termin erhalten Sie einen Link per E-Mail – dieser muss nur geöffnet werden und schon kann die Therapie starten, ganz ohne komplizierte Installation. Besonders nach einer Intensivtherapie oder zwischen Präsenzterminen kann Videotherapie helfen, regelmäßig zu üben, Fortschritte zu sichern und Therapie in den Alltag zu integrieren.

Voraussetzung für die Videotherapie ist eine gültige Heilmittelverordnung für Physiotherapie. Die erste Behandlung findet vor Ort und in Präsenz statt, danach können – wenn therapeutisch sinnvoll – weitere Termine bequem per Video durchgeführt werden.

Für alle Klient/innen, die fähig sind, die Videotherapie zu starten, oder Hilfe dafür haben.

Heimprogramm

Alle Informationen zum
neurologischen Heimprogramm

Therapieangebot

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Heimprogramm

Das neurologische Heimprogramm ergänzt die persönliche Therapie (Intensivtherapie, Forced Use Therapie nach Utley/Woll, Manuelle Therapie, CIMT) durch individuell abgestimmte Übungen für zu Hause. Sie wollen Ihre Greiffunktion verbessern? Dann erarbeiten wir gemeinsam ein Programm, welches Sie Ihrem Ziel näherbringt.

Ziel ist es, therapeutische Fortschritte zwischen den Behandlungseinheiten zu festigen, Beweglichkeit, Koordination und Alltagsfunktionen gezielt zu fördern und die Eigenaktivität der Klienten zu stärken. Die Übungen werden an die neurologische Symptomatik sowie an die persönlichen Ziele und Möglichkeiten angepasst und können selbstständig oder gemeinsam mit Angehörigen durchgeführt werden.

Es handelt sich dabei um eine ergänzende Maßnahme zu den zuvor beschriebenen Therapien. Die Leistung ist nur als Zusatzleistung möglich.

Über mich

Mein Weg

Mein Name ist Eva-Maria Ruso und seit meinem Examen zur staatlich anerkannten Physiotherapeutin im Jahr 2012 in Karlsruhe begleite ich Menschen auf ihrem individuellen Weg zu mehr Selbstständigkeit, Beweglichkeit und Lebensqualität.

Bereits 2013 begann ich meine Spezialisierung im Bereich der neurologischen Rehabilitation mit der Weiterbildung Forced Use nach Utley/Woll. Diese intensive und umfassende Ausbildung erstreckte sich über mehrere Jahre mit verschiedenen Aufbaukursen und wurde im Mai 2021 mit dem Abschluss als Forced Use Specialist erfolgreich beendet. Im Rahmen dieser Spezialisierung bin ich außerdem Mitglied der IFUSA.

Bei meinem ersten Arbeitgeber lernte ich die besonderen Vorteile einer neurologischen Intensivtherapie kennen, die auf dem Forced Use Konzept nach Utley/Woll basiert. Diese Erfahrung hat meinen therapeutischen Ansatz nachhaltig geprägt. Bis heute erweitere ich mein Wissen kontinuierlich und integriere aktuelle neurologische Erkenntnisse gezielt in meine tägliche Arbeit, um meinen Klient:innen eine Therapie auf hohem fachlichen Niveau zu bieten.

Seit meinem Umzug nach München im Jahr 2017 arbeite ich selbstständig und biete neurologische Intensivtherapie im Rahmen von Hausbesuchen an. Dabei steht für mich besonders im Fokus, alltagsnahe Ziele direkt im gewohnten Umfeld meiner Klient:innen zu trainieren. Denn nachhaltige Fortschritte entstehen dort, wo Bewegung und Selbstständigkeit im Alltag tatsächlich gebraucht werden.

In den vergangenen Jahren habe ich zusätzlich zahlreiche Fortbildungen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Lymphologie absolviert. Dadurch betrachte ich den Körper ganzheitlich und entwickle individuelle Therapiekonzepte, die auf die persönlichen Bedürfnisse meiner Klient:innen abgestimmt sind.

Fortbildungen und Qualifikationen

  • Forced Use nach Utley/Woll Specialist
  • Bobath
  • CIMT (ab September 2026)
  • Manuelle Therapie
  • Manuelle Lymphdrainage
  • KGG (Krankengymnastik am Gerät)
Eva-Maria Ruso, Physiotherapeutin

Eva-Maria Ruso

Seminare & Weiterbildung

Neben meiner therapeutischen Tätigkeit gebe ich regelmäßig Einführungskurse Forced Use nach Utley/Woll, in denen ich mein Wissen und meine praktischen Erfahrungen weitergebe. Dabei lege ich besonderen Wert auf praxisnahe Inhalte, die direkt im therapeutischen Alltag angewendet werden können.

Die Kurse können für größere Gruppen/Praxen als Inhouse-Schulung oder für Einzelpersonen über Veranstalter gebucht werden.

Wichtig: Der Kurs richtet sich an Ergo- und Physiotherapeut/innen.

Behandlung verschiedener Krankheitsbilder:

  • Schlaganfall
  • SHT
  • ICP
  • MS
  • Querschnittlähmung
  • Parkinson
  • Ataxie

Häufig gestellte Fragen - FAQ

Buntes Therapiematerial - Igelbälle und Balance-Pads auf einer Fensterbank
Wie verrechnen wir die Intensivtherapie?

Es handelt sich bei der Intensivtherapie um eine private/Selbstzahler-Leistung, welche meist von den privaten Kassen ganz oder teilweise unterstützt wird.

Für gesetzlich Versicherte können wir einen Teil der Kosten über Rezepte abrechnen. Dies erfordert eine individuelle Beratung.

Für wen ist EvaNeuroThera geeignet?

Alle neurologisch erkrankten Menschen, egal wie lange die Erkrankung besteht, der Unfall her ist und wie stark Sie betroffen sind. Überwiegend befasst sich das Forced Use nach Utley/Woll-Konzept mit der Behandlung einer Hemiparese. Dank unserer Erfahrungen im neurologischen Bereich können wir die Therapie auf die meisten Krankheitsbilder modifizieren.

Wie viel kostet eine Intensivtherapie?

Dies ist von der Dauer und Zeiteinheiten abhängig. Bitte kontaktieren Sie uns und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Werden auch Klienten mit gesetzlicher Krankenversicherung angenommen?

Ja, wir rechnen ALLE Kassen ab.

Wie finden Sie uns?

Öffentlich mit der U-Bahn U3 Haltestelle Forstenrieder Allee und ca. 200 m zu Fuß oder Bus 132 & 63. Mit dem Auto gibt es direkt an der U-Bahnhaltestelle vier behindertengerechte Parkplätze (Parkausweis erforderlich). Direkt vor der Praxis gibt es Parkplätze, die für zwei Stunden kostenlos genutzt werden können. Die Praxis befindet sich im zweiten Stock und ist über einen Fahrstuhl zu erreichen. Fahrräder können problemlos im Eingangsbereich abgestellt werden.

Bieten Sie Hausbesuche an?

Ja, wir bieten für neurologisch erkrankte Menschen Hausbesuche im Umkreis der Praxis an. Wir bieten außerdem die Option, die Intensivtherapie im häuslichen Umfeld durchzuführen. Hierfür kontaktieren Sie uns bitte, Sie bekommen ein individuelles Angebot.

So erreichen Sie uns

Haben Sie Fragen oder möchten Sie einen Termin vereinbaren? Dann schreiben Sie uns gerne über das Kontaktformular.

Eva Neuro Thera
Forstenrieder Allee 70
81476 München


Tel.: 089/277823490
E-Mail: Ruso@EvaNeuroThera.de

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